Tolle Kampagne erfolgreich beendet 11 Thesen – 11 Antworten – Puzzle

11 Thesen, die die Alzheimer Gesellschaft Braunschweig am Weltalzheimer-Tag 2022 an die Braunschweiger Sozialdezernentin übergab, zeigen Verbesserungserfordernisse bezüglich der Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in unserer Stadt auf. Was ist heute, vier Jahre später daraus geworden? Welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation sehen die Ratspolitiker 2026? Und wie positionieren sich Seniorenrat und das Jugendparlament Braunschweig in der  Demenzthematik? Das wollte die Alzheimer Gesellschaft herausfinden.

Mittels der Idee eines Löwenpuzzles, adressierten wir 11 Thesenkomplexe (https://www.alzheimer-braunschweig.de/wp-content/uploads/2026/08/Flyer) an 11 Akteure aus dem genannten Personenkreis. Das wurde ein schöner Erfolg. Trotz der turbulenten Vorwahlzeit der Kommunalwahl wurde das Puzzle gern live und öffentlich umgehend auf der Website ausgefüllt.

Am 07.09.2026 bedankten wir uns bei den Akteuren für ihr Engagement und für ihre inhaltlichen Positionen. Unserer Einladung folgten am Nachmittag Elke Flake und Michael Walther (beide Bündnis 90/Die Grünen), Heidi und Bernd Mundlos (CDU) sowie Lola Szendera und Martin Florysiak vom Jugendparlament Braunschweig. Von der Alzheimer Gesellschaft bewirten Evelyn Neunzig, Gundi Kramer, Hans Golmann und Christoph Bettac die Gäste mit Kaffee und Kuchen.
Die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen in unserer Stadt liegt beiden Vorstandsmitgliedern des Braunschweiger Jugendparlaments, die in ihren jeweiligen Familien bereits mit Demenz Berührung hatten, sehr am Herzen. Beide wünschen sich, für den Zeitpunkt Versorgungssicherheit vorzufinden, wenn auch sie einmal zur älteren Generation gehören werden. Besonders beschäftigt beide die Frage: Was geschieht mit alleinstehenden Menschen mit Demenz?
Heidi Mundlos bewegt die temporäre Entlastung der pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz, beispielsweise im Falle der eigenen Erkrankung: Es fehlt ein Masterplan für die Schaffung des Demenz-Notfall-Hauses. Michael Walther vermisst in unserer Stadt eine zentrale Anlauf- und Lotsenstruktur für die Demenzdiagnistik. Elke Flake sieht die Sozialverwaltung unserer Kommune in der Pflicht, dazu eine zentrale strategische Steuerung in der Altenhilfe umzusetzen. Die Vorstandsmitglieder der Alzheimer Gesellschaft fassen das Ergebnis der Kampagne mit Blick auf zukünftige Kampagnen und Erwartungen gegenüber Politik und Stadtverwaltung so zusammen:
„A u s   Z u s t i m m u n g   m u s s   V e r b i n d l i c h k e i t   w e r d e n!“

Kaffeenachmittag in gut aufgelegter Runde
(Bild privat von Evelyn Neunzig)